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6 Alternativen zum Reiten – Die dunkle Jahreszeit positiv nutzen

Die Uhren wurden umgestellt, die Tage werden wieder kürzer, das Wetter kalt und nass… die dunkle Jahreszeit ist da! Sie bringt aber nicht nur Schlechtes mit sich, man muss nur etwas Gutes daraus machen. Dazu fällt mir als erstes der Spruch „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung“ ein.

1. Der Zwiebel-Look

Mein erste Tipp und der wohl meist verbreiteste lautet also: wenn es draußen kälter wird, zieh lieber mehrere Teile übereinander, als nur eine dicke Jacke anzuziehen. Denn gerade im Stall, wenn du dich bewegst und Sport machst, wird dir schnell warm und schwitzen kannst du bei dem Wetter definitiv nicht gebrauchen. Ich trage meistens einen dünnen Pulli bzw. ein Funktionsshirt, darüber einen dickeren Pullover, eine Weste und dann eine Softshell- oder eine Regenjacke. Dies ist natürlich wetterabhängig.

Unter die Reithose kannst du zum Beispiel eine Thermoleggings oder Funktionswäsche ziehen oder du kaufst dir eine Thermoreithose. Auch an den Füßen muss dir nicht kalt werden. ich ziehe mir meist 2 Paar Socken an und wenn es ganz kalt wird, kommen die Thermostiefel mit Lammfellfüllung zum Einsatz. Die halten deine Füße auch beim Reiten, wenn du sie kaum bewegst, super warm.

2. Nasses Pferd… und jetzt?

Ich nutze die dunkle Jahreszeit meistens um Dinge zu machen, die sonst in Vergessenheit geraten bzw. geschickt verdrängt werden. Denn gerade im Frühling und Sommer freut man sich meist darüber das schöne Wetter z.B. bei Ausritten genießen zu können. Im Herbst sind solche Tage aber recht selten und es ist eher stürmisch und nass draußen. Bei Regen kann ich mit meinem Pferd zwar in die Halle gehen, aber was mache ich, wenn mein Pferd klitschnass ist?

Der Sattel und gerade auch das Zaumzeug scheuern schnell auf dem nassen Fell. Abhilfe schafft ein Knotenhalfter, mit dem ich longieren kann. Aber auch Freiheitsdressur macht vielen Pferd sehr viel Spaß. Du kannst deinem Pferd Zirkuslektionen beibringen, sofern du Erfahrung hast oder mache dich mit Equikinetic vertraut. Probiere einfach ein wenig aus, was euch am meisten zusagt und Spaß macht. Möchtest du mehr über Bodenarbeit wissen? Dann schreib es mir gerne in die Kommentare oder nutze das Kontaktformular!

3. Wind ausnutzen

Auch für das Schrecktraining mit deinem Pferd benötigst du keine Trense oder Ähnliches. Gewöhne dein Pferd z.B. an Regenschirme, denn wenn du dich doch mal für einen Herbstausritt entscheiden solltest, seid ihr gut vorbereitet auf eventuelle Fußgänger mit Regenschirm. Fahnen, Flatterband und Planen bereiten euch ebenso gut auf die stürmischeren Tage vor.

Doch nicht nur in der Halle macht das Schrecktraining einen Sinn. Nutze die windigen, regenfreien Tage, die die dunkle Jahreszeit mit sich bringt gerne auch auf dem Reitplatz aus und baue euch einen kleinen Parcours aus den oben genannten Dingen auf. Das wird dann der ultimative „Nerventest“ für dein Pferd. Dies bringt euch nicht nur bei Ausritten weiter, sondern auch im Alltag. Wango war oft bei Wind sehr aufgeregt und fand alles interessant bzw. gruselig. Gewöhnst du dein Pferd an diese Dinge, hat es weniger Stress bei Wind und Sturm auf der Weide und im Umgang.

Benötigst du Hilfe bei Hindernissen für dein Schrecktraining? Dann stelle ich dir gerne eine Liste mit möglichen Hindernissen mit Bauanleitung in meinem Downloadbereich zur Verfügung. Schreib es mir einfach in die Kommentare.

4. Verbessere den Grundgehorsam

Steht dir keine Halle zur Verfügung oder ist diese bereits überfüllt, so kannst du dein Pferd auch auf der Stallgasse sinnvoll „trainieren“. Verbessere den Grundgehorsam. Lasse dein Pferd dafür z.B. auf anticken mit der Gerte ein bestimmtes Bein heben, sensibilisiere es, wenn es mit der Hinterhand weichen soll oder übe das Kopf runter machen beim Auftrensen. Mehr dazu findest du in meiner Artikelreihe „Back to Basics„.

Du kannst auch Abkauübungen sehr gut auf der Stallgasse trainieren. Diese kannst du dann später beim Reiten anwenden, um dein Pferd zu entspannen.

Baue dir eine einfache Wippe für dein Pferd, die du auf der Stallgasse aufbauen kannst, sofern diese breit genug ist, dass auch noch ein weiteres Pferd an euch vorbei laufen kann. Gewöhne dein Pferd langsam an diese Wippe und schon kann es sich selber trainieren. Durch das vor- und zurückwippen muss es konstant die Bauchmuskeln anspannen. Wango hat z.B. sehr viel Spaß am Wippen und möchte dort nicht mehr runter 🙂

Alternativ kannst du auch super Balance-Pads nutzen. 2 Reichen bereits, denn diese kannst du entweder unter beide Vorderhufe oder beide Hinterhufe legen und dein Pferd nach links und rechts schaukeln lassen. Dies entpannt nicht nur, sondern ist auch ein super Training für die Schulter- bzw. Hinterhandmuskulatur.

Welche Übungen ich auch immer gerne mal zwischendurch mache ist das Rücken anheben. Dafür nimmst du beide Hände unter den Bauch deines Pferdes und „piekst“ es in der Nähe des Bauchnabels und am Brustkorb sozusagen mit den Fingerspitzen, bis es den Rücken anhebt. Diese Position darf es auch gerne ein paar Sekunden halten, das trainiert die Rücken- und Bauchmuskulatur und hebt den Brustkorb. Anschließend kannst du dein Pferd noch zu jeder Seite biegen, bis es mit dem Maul die Flanke berührt. Locke es dafür am Besten mit einem Leckerchen zur gewünschten Position. Damit trainierst du die seitliche Biegsamkeit und lockerst das Genick.

5. Auszeit für Putzen und Wellness

Alternativ kannst du dein Pferd natürlich auch mal eine Auszeit gönnen und es nur putzen, massieren und kuscheln. Solche Tage müssen auch einfach mal sein, an denen ihr Beide euch entspannen könnt. Wango genießt ausgiebige Putzeinheiten immer sehr.

Die dunkle Jahreszeit bringt oft Stimmungsschwankungen mit sich. Bist du vielleicht wegen des Wetters mal nicht so gut drauf und möchtest deine Laune nicht auf das Pferd übertragen, so kannst du die Zeit im Stall auch sinnvoll dafür nutzen dein Sattel- und Lederzeug zu reinigen, so lange es noch nicht zu kalt ist. Oder du räumst deinen Sattelschrank auf und sortierst die Dinge aus, die du länger nicht genutzt hast oder einfach nicht mehr benötigst. Fotografiere deine Aussortierten Sachen und verkaufe sie einfach. Auch sowas kann sehr viel Spaß machen und du hast sogar noch einen positiven Nebeneffekt: von dem verdienten Geld kannst du dir z.B. neue Sachen kaufen!

6. Mit bunten Farben und Schnee zu schönen Bildern

Ich finde der Herbst eignet sich hervorragend dazu Fotos zu machen. Die Farben sind so bunt und kräftig und mit den Blättern kannst du sehr kreativ sein. Aber auch mit dem Schnee im Winter, sofern es denn noch welchen gibt, kannst du wunderschöne Fotos machen. Die Fotos kannst du anschließen zum Beispiel für Weihnachtskarten oder einen selbstgemachten Kalender nutzen.

Für ein Fotoshooting benötigst du auch nicht immer einen Fotografen. Sei selber der Fotograf und lass deiner Kreativität freien lauf! Du kannst dir z.B. auch Inspiration auf Instagram oder Pinterest holen. Aber auch ein Fotoshooting bei einem professionellen Fotografen kostet nicht die Welt.

Du siehst also, die dunkle Jahreszeit ist gar nicht so dunkel, wie sie scheint! Du musst nur das Beste daraus machen 😉

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