Ein eigenes Pferd

Welche Versicherungen brauche ich für mein Pferd?

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Pferde sind ein teures Hobby, das haben wir bereits in der letzten Folge festgestellt. Erschreckt sich unser 500kg-Koloss z.B. auf der Wiese, bricht aus und macht die Straßen unsicher, kann dabei auch schon mal ein Auto oder sogar Personen zu Schaden kommen. Auch unser geliebtes Tier kann sich dabei verletzen und wir müssen es vielleicht sogar in eine Klinik transportieren. In manchen Fällen kommen wir evtl. nicht drum herum uns von ihm verabschieden zu müssen… Das ganze geht ziemlich aufs Geld des Pferdebesitzers und viele von uns können Schäden in Millionenhöhe einfach nicht bezahlen.

Dabei helfen uns Versicherungen. Sie bewahren uns vor dem Ruin und sind sinnvoll genutzt eine sehr große finanzielle Hilfe. Bei der ganzen Auswahl ist es jedoch gar nicht so einfach als Pferdebesitzer den Überblick zu behalten. Welche wirklich wichtig sind und welche für deinen speziellen Fall „unnötig“ sind, erfährst du in diesem Beitrag.

Welche Versicherungen gibt es?

Nicht jede:r Pferdebesitzer:in hat die gleiche Ausgangssituation und benötigt zig verschiedene Versicherungen für das gute Tier. Viele fahren auf Turniere, andere reiten nur zu Hause. Fakt ist: es ist gesetzlich NICHT vorgeschrieben ein Pferd in irgendeiner Art und Weise zu versichern, jedoch ist zumindest die Pferdehaftpflicht ratsam. Hier ist ein kurzer Überblick über weitere wichtige Pferdeversicherungen:

  • Pferdehaftpflicht
  • Pferdekrankenversicherung
  • Pferde-OP-Versicherung
  • Pferde-Lebensversicherung
  • Pferde-Transportversicherung

Die oben genannten Versicherungen sind die gängigsten. Hinzu kommen die Pferde-Rechtsschutz-, Pferde-Hausrat- und die Reiterunfallversicherung. In den meisten Fällen kann man diese aber auch bei der privaten Haftpflicht-, Hausrat- und Unfallversicherung mitversichern bzw. angeben.

Pferdehaftpflicht

Die Pferdehaftpflicht ist Gold wert! Meiner Meinung nach sollte sie jede:r Pferdebesitzer:in abschließen, denn sie deckt Personen-, Sach- und Vermögensschäden ab, die Dritten entstanden sind. Gerade diese Schäden können Pferdebesitzer:innen arm machen, denn der Pferdebesitzer haftet laut §833 BGB als Halter von Luxustieren zu 100% mit seinem Vermögen.

„Wird durch ein Tier ein Mensch getötet oder der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist derjenige, welcher das Tier hält, verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstandenen Schaden zu ersetzen.“

§833 BGB

Hast du vor eine Reitbeteiligung für dein Pferd zu suchen oder reiten öfter Fremdreiter dein Pferd, solltest du unbedingt darauf achten, dass die Haftpflicht deines Pferdes die Schäden ebenso abdeckt, die dein Pferd im Umgang mit den vorher genannten Personen anrichten könnte. Eine Decksumme von mindestens 10 Millionen Euro ist ratsam, gerade wenn es um Personenschäden geht.

Die Pferdehaftpflicht der helden.de deckt Personen-/Sach- und Vermögensschäden im Wert von 50 Millionen Euro ab. Mitversichert sind Reitbeteiligungen und sogar unangemeldete Fremdreiter, ebenso geliehene/gemietete Sachen, wie Pferdeanhänger oder auch andere Pferdefahrzeuge. Du bist versichert, wenn du ohne Sattel, gebisslos und sogar mit Halsring reitest. Sollte dein Pferd nach einem versicherten Haftpflichtschaden eingeschläfert oder geborgen werden müssen, übernimmt die helden-Haftpflicht bis zu 3.000€ der Beerdigungskosten.
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Pferdekranken- und OP-Versicherung

Die Pferdekrankenversicherung bietet deinem Pferd eine bestmögliche medizinische Versorgung bei Krankheit oder Unfällen. Dabei werden aber keine bzw. selten Vorsorgeuntersuchungen, sowie Wurmkuren, Impfungen und Zahnarzttermine übernommen. Auch Klinikaufenthalte, operative Eingriffe und Nachuntersuchungen deckt die Pferdekrankenversicherung meist nicht ab. Dafür sollte eine zusätzliche OP-Versicherung abgeschlossen werden. Häufig wird diese in Kombination mit der Krankenversicherung angeboten. Somit wirst du im Krankheitsfall deines Pferdes optimal finanziell unterstützt. Das ist natürlich monatlich nicht ganz günstig.

Daher würde sich eine Pferdekrankenversicherung erst lohnen, wenn dein Pferd bereits Dauergast beim Tierarzt ist bzw. eine chronische Erkrankung hat. Eine Pferde-OP-Versicherung hingegen lohnt sich immer, da z.B. eine Kolik-OP bereits 5.000€ kosten kann. Ist dein Pferd als Koliker bekannt, ist es allemal ratsam eine OP-Versicherung abzuschließen.

Pferde- Lebensversicherung und -Transportversicherung

Sollte dein Pferd aufgrund eines Unfalls oder auch des Alters einmal über die Regenbogenbrücke gehen müssen, kann eine Pferde-Lebensversicherung dich bei den Bestattungskosten unterstützen. Das gilt nicht nur für die Abholung vom Abdecker, sondern auch bis zu einem bestimmten Betrag, wenn du es ehrenvoll einäschern und beerdigen möchtest. Meist liegt der Betrag bei rund 3.000€.

Die Pferde-Lebensversicherung greift ebenso bei Nottötung, sowie Diebstahl und Schändung. Bist du finanziell/wirtschaftlich von deinem Pferd abhängig, so kann die Versicherung auch in Anspruch genommen werden, wenn es durch einen Unfall oder Krankheit „unbrauchbar“ wird. Auch der Transport des Pferdes kann bei vielen Versicherungsträgern eingeschlossen werden.

Möchtest du keine Lebensversicherung für dein Pferd abschließen, aber trotzdem beim Transport abgesichert sein, so unterstützt dich die Pferde-Transportversicherung. Diese bietet dir Schutz für den finanziellen Wert deines Pferdes im Todesfall, der aufgrund eines Unfalls bei einem Transport verursacht wurde. Es gibt diese Versicherungen entweder kurzfristig, d.h. für einen einmaligen Transport bei Umzug oder Kauf eines Pferdes oder langfristig für einen bestimmten Zeitraum, z.B. in der Turniersaison.

Fazit

Ich habe für mein Pferd bisher nur die Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Meiner Meinung nach sollte die auch, wie bei Autos, zur gesetzlichen Pflicht werden. Da Wango bisher keine großen Verletzungen oder Krankheiten hatte (ich klopfe auf Holz), habe ich bisher noch keine Kranken- bzw. OP-Versicherung abgeschlossen. Da er nun aber schon 15 Jahre alt ist, bin ich am überlegen zumindest eine OP-Versicherung abzuschließen. Man weiß ja nie, was passiert und ich denke das hängt z.B. auch von der Haltungsform ab. Da er nun im Offenstall steht und sich die Pferd doch öfter mal uneinig sind oder auch viel spielen, kann da schneller was passieren, als in einer Box. A propos Offenstallhaltung: In der nächsten Folge erfährst du, wie viel Zeit ein eigenes Pferd in Anspruch nimmt.

Welche Versicherungen hast du abgeschlossen? Stell dich und dein Pferd doch kurz vor und schreibe in die Kommentare, ob du Turnierreiter bist und wie du dein Pferd hältst.

Deine Anna

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