Ein eigenes Pferd

Reitbeteiligung oder doch nicht?

Jetzt, wo du weißt wie viel Zeit so ein Pferd in Anspruch nimmt und das (fast) täglich, kommt bei vielen der Gedanke über eine Reitbeteiligung auf. Dabei gibt es viele Vor- und Nachteile. Diese werde ich dir in diesem Artikel aufzeigen. Natürlich könnt ihr eure eigenen Erfahrungen gerne in den Kommentaren teilen, denn jeder empfindet dieses Thema etwas anders. Je mehr Erfahrungen wir sammeln, desto leichter fällt es den neuen Pferdebesitzern eine Entscheidung zu treffen 😉

Was ist eine Reitbeteiligung?

Eine Reitbeteiligung ist eine Person, die sich in einem zuvor abgesprochenen bzw. vertraglich festgehaltenen Rahmen um dein Pferd kümmern darf. Dies geschieht meist gegen einen festgelegten monatlichen Geldbetrag und an festgelegten Tagen bzw. gegen Absprache. Dafür kann diese Person das entsprechende Pferd pflegen und reiten, ggf. die Box des Pferdes misten oder andere Stallarbeiten machen.

Ganz wichtig ist auch, dass Thema Versicherung einer Reitbeteiligung. Weitere Informationen dazu findest du hier!

Von einer Reitbeteiligung profitieren meist beide Parteien, Pferdebesitzer und Reitbeteiligung. Einerseits ist sie als Unterstützung in Sachen Kosten und Zeit für den Pferdebesitzer gedacht und andererseits profitiert die Reitbeteiligung davon sich um ein Pferd zu kümmern, wenn es sich kein eigenes leisten kann oder will. Klingt doch erstmal gut oder?

Vorteile

Du hast eine finanzielle Unterstützung für die kosten deines Pferdes. Auch wenn es z.B. nur 1 Futtersack im Monat ist oder der Besuch beim Hufschmied, lohnt sich eine Reitbeteiligung in dem Fall bereits.

Neben dem Faktor Geld ist natürlich auch die zeitliche Unterstützung ein weiterer Vorteil. Das Pferd bekommt mehr Bewegung, die vielleicht sogar auf mehrere Disziplinen ausgeweitet werden kann, sofern Besitzer und Reitbeteiligung sich dort ergänzen.

Bei Krankheit oder Urlaub hat das Pferd keine Stehpausen, sondern kann von einer ihm bereits bekannten Person weiter gut versorgt und geritten werden. Auch du als Pferdebesitzer musst dir keine Gedanken um das Wohlbefinden deines Pferdes machen und weißt es in guten Händen.

Nachteile

Doch leider gibt es auch hier Nachteile, wenn du etwa an die falsche Person gerätst. Nimmst du dir nicht die Zeit deine Reitbeteiligung auf Herz und Nieren zu checken, kann es passieren, dass sie dein Pferd „falsch“ behandelt. Ich habe schon von Pferdebesitzern gehört, die ihre Reitbeteiligung gesehen haben, wie sie das Pferd ungerecht behandelt oder sogar unbegründet schlägt. Dazu gehört auch Unwissenheit seitens der Reitbeteiligung, die dein Pferd dann evtl. nicht richtig putzt oder gar das Zubehör falsch anlegt.

Unzuverlässige Reitbeteiligungen sind auch nicht so selten. Sie erscheinen einfach nicht an den abgesprochenen Tagen, sagen nicht ab oder kommen einfach wann sie wollen. Davon habt ihr beide nichts und dein Pferd noch weniger…

Du musst dein Pferd teilen. Du vertraust es einer teilweise fremden Person an, die vielleicht auch ein bisschen anders reitet. Das darfst du nicht vergessen! Und an den Tagen, an denen sich die Reitbeteiligung um dein Pferd kümmerst, kannst du dich nicht um dein Pferd kümmern, auch wenn du spontan Lust hast zu reiten. Das muss organisatorisch alles klappen und geplant werden.

eine Reitbeteiligung finden

Bist du nun fest entschlossen eine Reitbeteiligung für dein Pferd zu finden, gebe ich dir noch ein paar Tipps für die Suche an die Hand:

Triff dich die ersten Male oder auch gerne die ersten 2-3 Monate gemeinsam mit deiner potentiellen Reitbeteiligung bei deinem Pferd. So kannst du sie beim Umgang mit deinem Pferd und beim Reiten beobachten, ihr Tipps geben und dir sagen, was dir nicht passt. Dabei kannst du dir auch schon ein gutes Bild davon machen, ob sie zuverlässig ist.

Ebenfalls wichtig ist, dass du dir jemanden suchst, der zu dem Ausbildungsstand deines Pferdes passt. Es sollte demnach nicht bei einem jungen Pferd eine unerfahrene Person oder sogar ein Kind sein. Es ist absolut sinnvoll einen Reitbeteiligungs-Vertrag abzuschließen. Geschieht dies nicht, haftest du als Besitzer für jegliche Schäden, die durch dein Pferd verursacht werden! In dem Vertrag solltest du auch die Tage erfassen, an denen sich deine Reitbeteiligung um das Pferd kümmert, wie viel sie monatlich zahlen muss und welche Arbeiten neben der Pferdepflege getan werden sollten.

Ich wünsche dir viel Glück bei der Suche nach einer geeigneten Reitbeteiligung für dein Pferd.

Deine Anna

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