Reitübungen

Reitübung #19 – Übergänge im Schulterherein

Damit das Reitpferd seinen Reiter gesund tragen kann, benötigt es eine starke Muskulatur. Häufig ließt man von Übungen zur Stärkung des Rückens. Allerdings muss zwingend der Gegenspieler der Rückenmuskulatur – die Bauchmuskulatur – viel mehr Arbeit verrichten. Es führt also kein Weg drum herum diese zu stärken und vor allem beim Reiten zu aktivieren. Und genau dafür habe ich dir eine Übung mitgebracht: Reite Übergänge im Schulterherein. Wie? Das erfährst du in Reitübung #19.

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Schwierigkeitsgrad:

Trainingsziel und Voraussetzung

Wie der Name der Reitübung #19 bereits verrät, sollte dein Pferd bereits das Schulterherein auf der Gerade beherrschen. Bestenfalls im Trab, aber für die Grundübung reicht auch der Schritt. Ich reite vermehrt das Schulterherein auf 4 Hufschlägen, da hierbei auch die Hinterbeine kreuzen. Ziel dieser Übung ist die Stärkung und vor allem die Aktivierung der Bauchmuskulatur, um den Rücken zum Tragen zu bekommen. Dabei ist der Effekt höher, wenn die Hinterbeine ebenfalls kreuzen.

Was benötige ich?

Du kannst diese Reitübung überall ausführen, wo es eine gerade Strecke gibt. Zum Üben eignet sich allerdings vorerst ein Reitplatz.

Aufbau und Durchführung

Ich beschreibe die Reitübung #19 auf der linken Hand.

Reitübung #19 - Übergänge im Schulterherein
Reitübung #19 – Übergänge im Schulterherein

Du befindest dich im Schritt auf der kurzen Seite. Wende nun auf die lange Seite ab und leite das Schulterherein ein. Nach 3-4 guten Schritten hältst zu dein Pferd an, behältst dabei aber Stellung und Biegung bei. Anschließend lässt du es aus dem Stand sofort wieder im Schulterherein antreten. Nach weiteren 3-4 guten Schritten parierst du erneut durch. Das kannst du nun noch 1-2 weitere Male verlangen, bevor du eine Pause machst und die Hand wechselst.

Du solltest beim Antreten im Schulterherein spüren, wie sich der Rücken deines Pferdes aufwölbt. Durch das kreuzen bzw. weite unter den Schwerpunkt treten der Hinterbeine, kommen die Bauchmuskeln vermehrt zum Arbeiten.

Achtung! Diese Reitübung kann für untrainierte Pferde sehr anstrengend sein!

Variationen

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Schwierigkeitsgrad Variation 1:

  1. Auch wenn dein Pferd das Schulterherein noch nicht beherrscht, kannst du diese Reitübung durchführen. Reite dazu einfach im Schenkelweichen an der langen Seite. Bestenfalls mit Blickrichtung zur Platzmitte, damit dein Pferd nicht „irgendwie“ seitwärts tritt, weil da eine Begrenzung vor dem Kopf ist, sondern richtiges Schenkelweichen geht.
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Schwierigkeitsgrad Variation 2:

  1. Für die Pferd-Reiter-Paare, die das Schulterherein bereits im Trab beherrschen, kann der Übergang statt zum Halten auch vom Schritt in den Trab und wieder zurück erfolgen. Hierbei ist der Trainingseffekt beim Antraben im Schulterherein noch stärker.

Welche Version reitest du?

Deine Anna

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